DAS THEATERSTÜCK KANN BEGINNEN

 

 

Ich erblicke die Welt - Das war ein Tag -  Hallo - hier bin ich 

Aufgewachsen in Thüringen im Grenzgebiet - in Herda -  am Heiligenrasen 131- Wenn das mal gut geht -

Ich habe schon sehr früh mit kleinen Zeichnungen begonnen - Meine Lieblingsmotive waren Turnerinnen und vor allem Ohren-

Auf Zeitungsrändern malte ich Ohren und anschließend verpasste ich den Ohren Ohrringe -  Das sah schon mal gut aus-

Leider -  außer eine Zeichnung- habe ich nichts aufgehoben- Ich konnte damals ja nicht ahnen - dass ich mal richtig malen werden- meine Malerei einmal zu meiner Lebensaufgabe wird -

 

Nochmals zu den Ohrringen - Später wollte ich natürlich auch Ohrringe in meine Ohren -  Eine Nachbarin erfüllte mir den Wunsch- Wir tranken vorher einen Wodka -  tauchten eine Rouladennadel in den Schnaps und schon war das Werk vollbracht-

 

Ich malte sehr viel und gab mir selber Zensuren-  Die Zeichenlehrer konnten doch meine Kunst nicht richtig einschätzen- Also gab ich mir immer eine 1 -

Meine Schulzeit war der reinste Stress- Es hat mir keinen Spaß gemacht- Ich war eine schlimme Schülerin- weil ich viel geschnattert  habe- Sogar den Klassenraum mußte ich verlassen und mußte vor die Tür- Der Lehrer hat mich dann irgendwann wieder in die Klasse leider gerufen- Das zog sich dann so bis in die 10.Klasse hin- Sogar versteckt habe ich mich im Kartenzimmer zwischen Globen und Erdkundebücher- Geschichte war mein schlimmstes Fach- deshalb verkroch ich mich-  Ist auch keinem aufgefallen - dass ich nicht in der Klasse war-

In der Lehre- ich lernte Hotelfachfrau  war es nicht viel anders-  Nie wollte ich so was lernen - doch Chemie und Physik gaben meinem Zeugnis den Rest-   Sie ist auf dem Weg der Besserung -

Wie oft bin ich aufs Klo gerannt -  wenn es im Restaurant  voll war - Ich lernte in einem Interhotel -  Nur schnell das Weite suchen -  Ein Gast sagte einmal zu mir - Fräulein -  an ihrem Kleid hängen zwei Fäden -  Wo -  Entschuldigung- das sind ja ihre Beine -

Gerade waren sie ja- aber wie auch meine Arme- dünn wie Bindfäden -  Zwei Teller schleppen -  das war schon eine Leistung -  Dann habe ich doch mal mehr geschleppt - und schon bin ich eine kleine Treppe runter gefallen und habe mir die Wirbelsäule angebrochen - Nun verbrachte ich 4 Wochen im Krankenhaus und mußte auf ein Brett schlafen- Danach war alles wieder bestens-

 

Nach meiner Lehre habe ich sofort das Handtuch geschmissen -  Ich arbeitete danach in einer Konditorei als Verkäuferin- Noch nicht mein Ding- aber ich hielt es 1 Jahr aus- Der Chef sagte - alle Torte die um oder nach unten fällt - können wir essen- Dort war eine starke Schwerkraft - Wunderbare Torten - schon alleine deswegen hätt ich länger bleiben sollen-

Für 1 Jahr ging es dann zur Sparkasse- Ich war in der Buchungsstation-  Lieber Gott lass es Feierabend werden-

Immer wieder im Hinterkopf- da muß doch noch was sein- was mir mehr Spaß macht- Dann eine Woche in einer Inventurabteilung- Angelhaken und Knöpfe zählen. Da hingen diese fürchterlichen Haken an den Fingern- Nichts für mich-

Meine Eltern sagten zu all meinen Vorhaben und Kündigungen nichts- Ich wohnte ja noch zu Hause in unserem Haus und hatte mein eigenes Zimmer- Auch brauchte ich kein Geld abzugeben - Gemüse gab es im Garten - Fleisch stand im Stall und Kartoffeln auf dem Feld- Wieso sollte ich was abgeben- Sie haben mich doch gewollt.-Ich habe viel im Haus geputzt- Meine Oma sagte immer- Moni hat die Besenkrankheit-

Dann kam der Start in ein völlig neues Leben- Ich arbeitete als Saisonkraft an der Ostsee- Da blieb ich dann auch- Bekam 2 Kinder-heiratete - ließ mich nach fast 7 Jahen wieder scheiden- Mein damaliger Mann machte oft Nachtangeln- aber wie ich erfahren habe- kaufte er den Fisch früh im Laden -  Dann  arbeitete ich 13 Jahre in einem Rechenzentrum- Nach der Schließung meiner Abteilung machte ich eine Umschulung zur Arzthelferin 2 Jahre mit Abschluß-Danach schmiß ich gleich das Handtuch - denn ich konnte kein Blut sehen - Diese ganzen Krankheiten es war schrecklich - Dazu diese vielen Bakterien und Viren - nichts für mich -

 

1997 starb mein Vater-  Das war der Start für mich- denn er hatte gemalt-  Ich dachte mir- einer muß von uns 4 Geschwistern sein Werk fortsetzen- Da kam nur ich infrage -Ich kaufte mir über einen Kunstkatalog die besten Farben- Leinwände - Hartfaser- Papiere -Von Anfang an nur das Beste für meine Bilder- Da muß mal was draus werden- sagte ich mir immer wieder-

Ich wollte nicht in mein Vaters Fußtapsen treten- wollte einen eigenen Stil- Ich holte mir massenweise Kunstbücher aus der Bibliothek in Greifswald und las täglich ca 3 Stunden- und danach malte ich viele Stunden- Die großen Meister las ich- Picasso - Hundertwasser - Ich merkte -  das bringt mich auch nicht so wirklich vorwärts- denn ich mußte meinen eigenen Stil finden- meine Farbzusammenstellung- meine Ideen umsetzen-  Wachte ich nachts auf-  geisterten nur Bilder umher- Egal was ich auch machte- bei der Hausarbeit oder auf dem Fahrrad- ständg dachte ich an meine Bilder-

 

Endlich habe ich meine Lebensaufgabe gefunden

 

Meine Kinder waren aus dem Haus und bauten sich ein eigenes Leben auf - Nicht einfach für mich- Ich mußte sie aber ziehen lassen- denn auch sie haben ja ihren Lebensplan- Meine Eltern sagten oft- ich soll doch mit den Kindern wieder nach Hause kommen - Nein - ich wollte auf eigenen Beinen stehen -  Hier im Norden war es viel schöner- frische Luft - das Wasser- und dann meine Malerei-  Meine Kinder wollten auch nicht nach Thürigen -

Seit Jahren hatte ich dann einen kleinen Freund-  der mich unterstützte-  Er wohnte extra- Gott sei Dank - So konnte ich mich voll auf meine Malerei konzentrieren-

Ich danke heute noch dem Arbeitsamt - dass ich nicht genötigt wurde- eine Arbeit anzunehmen - Ich war auch nicht wirklich mehr fähig eine Arbeit- außer  Malen - anzunehmen-  Ich konnte mich nun voll autodiaktisch fortbilden- Dann verkaufte ich nach kurzer Zeit meine ersten Bilder - bewarb mich für Ausstellungen -zog von Greifswald zur Insel Usedom-alles wegen der Bilder-

2005 endlich Freiberuflich als Kunstmalerin-

Einmal wollte ich doch bei den großen armenischen Maler Kamo Margaryan Unterricht nehmen - Das war wirklich witzig- Hier schreibe ich Ihnen - wie das abgelaufen ist-

Ich wohnte noch in Greifswald-  Das war so 2000- Kamo kam also zu mir - Ich mußte etwas bezahlen- Bei mir herrschte ein Chaos- Kamo sagte in ein etwas gebrochenen Deutsch-  Monika- wo deine Palette -  Ich gab ihn einen Deckel vom Einweckglas-

Er- Monika wo deine Pinsel- Da standen sie- 3 Pinsel - völlig versaut-  Kamo etwas entsetzt- Dann sagte er - Monika- wo deine Farben - Das war dann doch zuviel des Guten - Meine Farben konnte man nicht anfassen- die Tuben nicht aufgerollt- alles klebte nach Öl- Ich malte nur mit Ölfarben-  Darauf sage er -  Monika- damit malst du deine Bilder -

 Jaaa -    Er -  Du bist Künstler -   Das war dann mein großer Durchbruch- Ich räumte alles auf- was nur 2 Tage anhielt- kaufte mir eine Palette- die nach einen Tag das Weite suchte und ich machte mein Ding - Aber das Beste war- ich sprach 1 Woche gebrochen Deutsch -  In der einen Stunde habe ich mir so eine Sprache angewöhnt - es war zum Lachen-

Kamo- der große Maler - der Dozent an einer Kunstschule in Armenien war- Unterricht in Kunst gibt - sagte mir- ich brauch keinen Unterricht- nur ein wenig Tips für die  Bildaufteilung-

Wäre ich noch einmal jung- würde ich unbedingt Kunst studieren-

Wie alles endet - Ausgang ungewiss -

 

Der große Philosoph Ptahhotep sage  2350 vor Christus-

Es gibt keinen Künstler- der seine Vollkommenheit erworben hat - denn die Grenzen der Kunst werden nie erreicht-

 

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© Monika Giessler