ich liebe campingwagen. da ich leider keinen eigenen besitze, male ich mir welche. vielleicht lieben sie auch das leben in so einem wagen. viel spass!!

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wir leben in einem campingwagen. unsere nachbarn sind sand und meer. unser boot lieben wir sehr. damit fahren wir raus auf`s meer, und wir angeln einen fisch, der dann kommt auf unser`m tisch. wir lassen es uns gut gehen und wir wollen euch sagen, macht es wie wir, dann lässt sich das leben gut ertragen.

Im Hintergrund sehen sie Schafe und eine Fähre. Wir zwei auf dem Boot sind die Besitzer vom Wagen. Wir angeln unser Mittagessen. Kommt vorbei, wir geben euch was vom Fisch ab.

begegnung am achterwasser

Diesen Sommer führ ich mit meinem alten Fahrrad, mit im Gepäck eine Flasche Wasser, ein Butterbrot, eine Banane, meinen Fotoapparat und viel gute Laune, zum Achterwasser.  Das Achterwasser auf Usedom ist ein Platz für Segelboote und Ausflugsschiffe.    Es waren ca 30 Grad und mir war ganz schön heiß. Am Achterwasser machte ich eine Pause und fotografierte die wunderschöne Landschaft. 

 

Nun will ich Ihnen was erzählen, wie ich zu meinen Campingwagenbildern kam.

Am Ufer stand ein eigentümlicher Campingwagen. Ich machte mich auf den Weg, um zu sehen, wen der Wagen gehört. Ich war überrascht, als ich die zwei Besitzer sah. Es waren meine Malerkollegin, die auf dem Festland wohnt und dabei  ihr langjähriger Freund, Angler, Hobbykoch und ebenfalls Maler. 

Da wir uns einige Zeit nicht gesehen hatten, gab es viel zu erzählen.

Das soll ich Ihnen nun weitersagen.

 

Vor einem Jahr entschlossen sie sich, ihr Haus zu verkaufen. Sie wollten ganz frei sein. Sie sind Mitte 50. All ihre Bilder gaben sie einer Galerie, wo ab und zu Geld kommt.  Sie zeichnen nur noch, weil ja im Campingwagen nicht mehr der Platz für große Leinwände war.  Den Campingwagen haben sie von Innen und Aussen angemalt. Jeder hat einen kleinen Arbeitsplatz, eine Schlafecke, eine gemeinsame Essgelegenheit, eine Dusche und auch ein Klo befindet sich bei der Dusche. Ich schreibe so, wie sie es mir sagen und wie ich es gesehen habe.

Jeden früh kommen 2 Schwäne vorbei und holen sich von ihnen etwas Brot. Auch viele Enten schwimmen im Wasser.

Sie beide fahren jeden Tag aufs Meer, um zu angeln. Das machen sie jeden Vormittag.  Nachmittag malen sie. Da er Hobbykoch ist, braucht sie sich nicht um das Essen zu kümmern.  Ach ja, sie haben auch ein wunderbares Bücherregal und einen kleinen Fernseher. Ich durfte mir alles angucken. Ich habe einiges fotografiert, was ich später malen werden. Ein Auftrag von den beiden. Das können sie nicht, sie sind  Landshaftsmaler. 

Ein kleiner Ofen steht in der Ecke und Holz liegt auch da. Den kleinen Ofen haben sie nachträglich sich einbauen lassen.

Der Campingwagen ist fast eine Luxusausgabe. Das konnten sie sich leisten wegen dem Hausverkauf. Sie sagten, dass sie nie wieder in ein Haus ziehen werden. Alle 2-3 Wochen ziehen sie mit ihren Wagen an einem anderen Ort, immer an der Küste entlang. Und das von April bis Ende Oktober.  

Wäsche wird in einer Waschanlage gewaschen, da wo auch die Segler sich mit allem versorgen .

Der Wagen hat einen kleinen Kühschrank, einen Zweiplattenkocher und eingebaute Schränke. Man glaubt gar nicht, wieviel Platz in so einem Wagen ist. Sie sind  den ganzen Tag an der frischen Luft, liegen am Strand, malen und sie geben sogar  an der  Uferzone Unterricht.

 

Das ist ein traumhaft schönes Leben, so viel Freiheit, so viel Freizeit, nicht das ewige Fensterputzen, nicht ständig wischen, obwohl es im Wagen sehr sauber ist.    Aber das ist alles schnell erledigt.  

Keine Streitereien mit dem Nachbarn.  Keine Strassenreinigung. Keine Autoabgase, alles ganz leise. Nur die Vögel sind zu hören.

 Es ist so ein schönes Leben.

Ab Ende Oktober suchen sie sich ein warmes Plätzchen am Mittelmeer. Sie schreiben mir dann eine Karte. Sie waren schon mit ihrem Wagen in Dänemark, in Kiel, auf Sylt, in Holland, in Griechenland und am Gardasee.  

 Ich sitze hier in meinen 4 Wänden und gucke auf mein Apfelbaum. 

  Sie essen vegetarisch, dann ist die Ernährung, mit dieser ganzen Kocherei viel einfacher. 

    Ich muß mir tatsächlich was einfallen lassen. Das einzigste was ich machen kann, ein großes Igluzelt, darum ein Windschutz, und ab zum Strand von früh bis spät abends.  Malsachen nehme ich mit und zum essen viel Obst.   Dann besorge ich mir einen Anglerrucksack, da ist ein Klappstühlchen drin, und alles kommt auf mein altes Fahrrad. Für den nächsten Sommer 2020 nehme ich mir das vor.   Meine Malerkollegin mit ihren Freund kommt mich dann besuchen.    

       Meine lieben Camper besuche ich noch einmal diese Woche, ehe sie zum Mittelmeer fahren.  Heute ist der 27.10.2019  

Ich werde noch so einige Campingwagen zusammenspinnen. Lassen Sie sich überraschen. Mein Campingwagen wird nur auf Papier existieren.  Ich gebe mich mit einem kleinen Zelt am Strand zufrieden.

Bis bald!

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ich zeige ihnen kurz das achterwasser. ich war heute früh dort. den campingwagen sehe ich von weitem nicht mehr. sicherlich sind sie heute ganz früh abgereist.  na sie werden mir schreiben. ist das nicht eine herrliche gegend? so ein kleines boot wie auf dem foto unten hatten sie auch. 

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Gegenüber sind viele Ferienhäuser, und so ca 300 m entfernt stand ihr Campingwagen. Ich glaube, sie sind heute früh abgereist.
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Sie sehen ja, ganz vorne steht eine Bank. Da könnt ich mein Butterbrot essen.
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© Monika Giessler