Das Theaterstück kann beginnen !

Ich erblicke die Welt ! Das war ein Tag! Hallo, hier bin ich  !

Aufgewachsen in Thüringen im Grenzgebiet, in Herda, am Heiligenrasen 131. Wenn das mal gut geht.

Ich habe schon sehr früh mit kleinen Zeichnungen begonnen. Meine Lieblingsmotive waren Turnerinnen und vor allem Ohren.

Auf Zeitungsrändern malte ich Ohren und anschließend verpasste ich den Ohren Ohrringe. Das sah schon mal gut aus.

Leider, außer eine Zeichnung, habe ich nichts aufgehoben. Ich konnte damals ja nicht ahnen, dass ich mal richtig malen werden, meine Malerei einmal zu meiner Lebensaufgabe wird.

 

Nochmals zu den Ohrringen . Später wollte ich natürlich auch Ohrringe in meine Ohren. Eine Nachbarin erfüllte mir den Wunsch. Wir tranken vorher einen Wodka, tauchten eine Rouladennadel in den Schnaps und schon war das Werk vollbracht.

 

Ich malte sehr viel und gab mir selber Zensuren. Die Zeichenlehrer konnten doch meine Kunst nicht richtig einschätzen. Also gab ich mir immer eine 1 !

Meine Schulzeit war der reinste Stress. Es hat mir keinen Spaß gemacht. Ich war eine schlimme Schülerin, weil ich viel geschnattert  habe. Sogar den Klassenraum mußte ich verlassen und mußte vor die Tür. Der Lehrer hat mich dann irgendwann wieder in die Klasse leider gerufen. Das zog sich dann so bis in die 10.Klasse hin. Sogar versteckt habe ich mich im Kartenzimmer zwischen Globen und Erdkundebücher. Geschichte war mein schlimmstes Fach, deshalb verkroch ich mich. Ist auch keinem aufgefallen, dass ich nicht in der Klasse war.

In der Lehre, ich lernte Hotelfachfrau, war es nicht viel anders. Nie wollte ich so was lernen, doch Chemie und Physik gaben meinem Zeugnis den Rest.  " Sie ist auf dem Weg der Besserung !"

Wie oft bin ich auf `s Klo gerannt, wenn es im Restaurant  voll war. Ich lernte in einem Interhotel. Nur schnell das Weite suchen! Ein Gast sagte einmal zu mir: " Fräulein, an ihrem Kleid hängen zwei Fäden. " Wo ? "  Entschuldigung, das sind ja ihre Beine !"

Gerade waren sie ja, aber wie auch meine Arme, dünn wie Bindfäden. Zwei Teller schleppen, das war schon eine Leistung. Dann habe ich doch mal mehr geschleppt, und schon bin ich eine kleine Treppe runter gefallen und habe mir die Wirbelsäule angebrochen. Nun verbrachte ich 4 Wochen im Krankenhaus und mußte auf ein Brett schlafen. Danach war alles wieder bestens.

 

Nach meiner Lehre habe ich sofort das Handtuch geschmissen. Ich arbeitete danach in einer Konditorei als Verkäuferin. Noch nicht mein Ding, aber ich hielt es 1 Jahr aus. Der Chef sagte, alle Torte die um oder nach unten fällt, können wir essen. Dort war eine starke Schwerkraft . Wunderbare Torten, schon alleine deswegen hätt ich länger bleiben sollen.

1 Jahr ging es dann zur Sparkasse. Ich war in der Buchungsstation. Lieber Gott lass es Feierabend werden!

Immer wieder im Hinterkopf, da muß doch noch was sein, was mir mehr Spaß macht. Dann eine Woche in einer Inventurabteilung. Angelhaken und Knöpfe zählen. Da hingen diese fürchterlichen Haken an den Fingern. Nichts für mich.

Meine Eltern sagten zu all meinen Vorhaben und Kündigungen nichts. Ich wohnte ja noch zu Hause in unserem Haus und hatte mein eigenes Zimmer. Auch brauchte ich kein Geld abzugeben. Gemüse gab es im Garten, Fleisch stand im Stall und Kartoffeln auf dem Feld. Wieso sollte ich was abgeben? Sie haben mich doch gewollt. Ich habe viel im Haus geputzt. Meine Oma sagte immer, Moni hat die Besenkrankheit.

Dann kam der Start in ein völlig neues Leben. Ich arbeitete als Saisonkraft an der Ostsee. Da blieb ich dann auch. Bekam 2 Kinder, heiratete, ließ mich nach fast 7 Jahen wieder scheiden. Mein damaliger Mann machte oft Nachtangeln, aber wie ich erfahren habe, kaufte er den Fisch früh im Laden !!!  Ich arbeitete 13 Jahre in einem Rechenzentrum. Nach der Schließung meiner Abteilung machte ich eine Umschulung zur Arzthelferin 2 Jahre mit Abschluß. Danach schmiß ich gleich das Handtuch, denn ich konnte kein Blut sehen. Diese ganzen Krankheiten, das war schrecklich. Dazu diese vielen Bakterien und Viren, nichts für mich.

 

1997 starb mein Vater. Das war der Start für mich, denn er hatte gemalt.  Ich dachte mir, einer muß von uns 4 Geschwistern sein Werk fortsetzen. Da kam nur ich infrage. Ich kaufte mir über einen Kunstkatalog die besten Farben, Leinwände, Hartfaser, Papiere. Von Anfang an nur das Beste für meine Bilder. Da muß mal was draus werden, sagte ich mir immer wieder.

Ich wollte nicht in mein Vaters Fußtapsen treten, wollte einen eigenen Stil. Ich holte mir massenweise Kunstbücher aus der Bibliothek in Greifswald und las täglich ca 3 Stunden, und danach malte ich viele Stunden. Die großen Meister las ich, Picasso, Hundertwasser ...Ich merkte, das bringt mich auch nicht so wirklich vorwärts, denn ich mußte meinen eigenen Stil finden, meine Farbzusammenstellung, meine Ideen umsetzen. Wachte ich nachts auf, geisterten nur Bilder umher. Egal was ich auch machte, bei der Hausarbeit oder auf dem Fahrrad, ständg dachte ich an meine Bilder, das ist heute noch so.

 

Endlich habe ich meine Lebensaufgabe gefunden.

 

Meine Kinder waren aus dem Haus und bauten sich ein eigenes Leben auf. Nicht einfach für mich. Ich mußte sie aber ziehen lassen, denn auch sie haben ja ihren Lebensplan.  Meine Eltern sagten oft, ich soll doch mit den Kindern wieder nach Hause kommen. Nein, ich wollte auf eigenen Beinen stehen.  Hier im Norden war es viel schöner, frische Luft, das Wasser, und dann meine Malerei. Meine Kinder wollten auch nicht nach Thürigen.

Seit Jahren hatte ich dann einen kleinen Freund, der mich unterstützte. Er wohnte extra. Gott sei Dank. So konnte ich mich voll auf meine Malerei konzentrieren.

Ich danke heute noch dem Arbeitsamt, dass ich nicht genötigt wurde, eine Arbeit anzunehmen. Ich war auch nicht wirklich mehr fähig eine Arbeit, außer  Malen, anzunehmen. Ich konnte mich nun voll autodiaktisch fortbilden. Dann verkaufte ich nach kurzer Zeit meine ersten Bilder, bewarb mich für Ausstellungen, zog von Greifswald zur Insel Usedom, alles wegen der Bilder.

2005 ging ich in die Freiberuflichkeit als Kunstmalerin.

Einmal wollte ich doch bei den großen armenischen Maler Kamo Margaryan Unterricht nehmen. Das war wirklich witzig. Hier schreibe ich Ihnen , wie das abgelaufen ist.

Ich wohnte noch in Greifswald. Das war so 2000. Kamo kam also zu mir. Ich mußte etwas bezahlen. Bei mir herrschte ein Chaos. Kamo sagte in ein etwas gebrochenen Deutsch. "Monika, wo deine Palette ?"  Ich gab ihn einen Deckel vom Einweckglas.

Er:" Monika wo deine Pinsel?" Da standen sie, 3 Pinsel, völlig versaut. Kamo etwas entsetzt. Dann sagte er ." Monika, wo deine Farben ?" Das war dann doch zuviel des Guten. Meine Farben konnte man nicht anfassen, die Tuben nicht aufgerollt, alles klebte nach Öl. Ich malte nur mit Ölfarben.  Darauf sage er: " Monika, damit malst du deine Bilder ? "

" Jaaa "     Er : " Du bist Künstler !!!! "   Das war denn mein großer Durchbruch. Ich räumte alles auf, was nur 2 Tage anhielt, kaufte mir eine Palette, die nach einen Tag das Weite suchte und ich machte mein Ding. Aber das Beste war, ich sprach 1 Woche gebrochen Deutsch. In der einen Stunde habe ich mir so eine Sprache angewöhnt, es war zum Lachen.

Kamo, der große Maler, der Dozent an einer Kunstschule in Armenien war, Unterricht in Kunst gibt, sagte mir, ich brauch keinen Unterricht, nur ein wenig Tipps für die  Bildauteilung.

Ich lerne ständig bei jedem neuen Bild. Jedes Bild ist eine Herausforderung.

 

Wäre ich noch einmal jung, würde ich unbedingt Kunst studieren, man lernt ja bekanntlich nicht aus.

Wie alles endet - Ausgang ungewiss !

 

Der große Philosoph Ptahhotep sage  2350 v.Chr.

Es gibt keinen Künstler, der seine Vollkommenheit erworben hat, denn die Grenzen der Kunst werden nie erreicht.

 

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© Monika Giessler